Samstag, 17. September 2011

Conception Day!!

Was für ein Tag?? Keine Ahnung was das sein soll, aber da vorne gibt's die Tickets, lass mal in die Schlange stellen. So oder so ähnlich erging es uns in der ersten Uni-Woche. Erst nach ein bisschen Reserche hat sich herausgestellt, dass das ganze eine Art Festival auf dem Campus zu Ehren des Namensgebers der Uni ist, das jedes Jahr stattfindet. Conception heißt nämlich so viel wie Empfängnis und der gute Lachlan Macquarie wurde wahrscheinlich am 16.09. gezeugt, ergo die ganzen Studenten fiebern diesem Tag entgegen und erwarten ein riesen Spektakel. Und wir waren gestern mittendrin...

Im Village, dem größten Studentenwohnheim gleich neben dem Uni-Gelände, gab es um 9 Uhr ein gratis Frühstück zum Einstimmen. Anscheinend haben aber die meisten das Essen weggelassen und gleich mit Predrinks angefangen, denn als wir so gegen 13 Uhr ankamen, hingen schon einige im Erste-Hilfe-Zelt.

Bei praller Mittagssonne füllte sich dann auch so langsam das Gelände und nachdem wir dann die anderen Internationals gefunden hatten, wurde im Schatten ein erstes, kühles Bierchen genossen.

 



Natürlich blieb es nicht nur bei dem einen Bier, wir hatten ja schließlich einiges nachzuholen.. :) Ach ja Bands haben auch gespielt, Headliner waren die Bag Raiders und Arts vs Science - jetzt nicht die Bekanntesten (vor zwei Jahren haben hier Wolfmother gespielt), aber eins zwei Lieder kannten wir auch und die Stimmung war vor und um die Bühnen jederzeit bestens. Sogar ein kleines "Riesenrad" und Autoscooter waren vorhanden. Und wo wir sonst in unseren Freistunden in der Food Court essen, haben jetzt DJs aufgelegt und man konnte zu Elektrobeats, Dubstep & Co ordentlich dancen.

Auch Steph und Caleb waren natürlich dabei. Die beiden waren von März bis Juli als Austauschstudenten an der HWR und jetzt ist es total schön, auch ein paar Aussie Freunde zu haben, weil man ja sonst doch eher nur mit den anderen Internationals zu tun hat. Lena und ich bringen auch immer allen fleißig Deutsch bei, denn irgendwie sagen Australier immer das Gleiche, wenn man ihnen erzählt, dass man aus Deutschland kommt - "ja ja ja", "wie gehts","Dankeschön" und "das ist mein Hamburger" :)




Gegen 19 Uhr war dann der eigentliche Conception Day beendet, aber natürlich nicht für uns, wir sind dann noch weiter gezogen und haben den Geburtstag einer Holländerin gefeiert. Rundum also ein sehr toller Tag und ein sehr guter Abschluss, denn wir haben tatsächlich schon die Hälfte des Semesters überstanden! Jetzt gibt es eine Midterm-Break und das heißt für uns 3 Wochen die Ostküste entdecken! Also auf den nächsten Blogeintrag müsst ihr dann mal wieder etwas warten, aber dafür gibt's dann gaaaaaaaaanz viele tolle Bilder...




Dienstag, 6. September 2011

Der ernste Teil des Lebens...

Wenn wie heute die Sonne so schön scheint, das Thermometer auf über 26 Grad klettert und alles einfach nur toll ist, kann man schon mal gut und gerne vergessen, dass das hier ja kein Urlaubssemster ist, sondern wir wirklich zum Studieren da sind. Leider gab es solche erholsamen, freien Tage wie heute in den letzten 3 Wochen weniger: der Alltag hat sich langsam aber sicher in unser Abenteuer Down Under eingeschlichen! Die Uni nimmt doch sehr viel mehr Zeit in Anspruch, als zuvor angenommen.

Zwar sind die 3 Kurse im Vergleich zu den 6 bis 7 Kursen, die wir an der HWR jedes Semester belegen, auf den ersten Blick natürlich nicht viel, aber die haben es vom "Workload" her ganz schön in sich. Anstatt nur eine Klausur zum Ende des Semesters zu schreiben, wird hier ständig das breits Gelernte abgefragt- heißt im Klartext in jedem Kurs mind. 4 Leistungsnachweise. Das sind dann kleine, aber aufwendige Multiple Choice Tests, äußerst zeitintensive Gruppenarbeiten, Aufsätze, Präsentationen, Hausaufgaben und und und... Tja als Student in Australien hat mans schon ganz schön schwer :) Deswegen jetzt genug mit dem Gejammer und ich stell euch mal die Uni vor.

Die Macquarie University liegt im Norden Sydneys, also so ca. 40 min Fahrzeit von unserer Bleibe entfernt. Auf unserem Weg zur Uni fahren wir jedes Mal mit dem Zug über die Harbour Bridge mit Blick auf den Hafen - gerade bei Sonnenuntergang einfach nur traumhaft! Über 30.000 Studierende gibt es hier, somit könnt ihr euch ja vorstellen, dass das alles ganz schön groß ist. Das ist der Campus-Plan, den man die ersten Wochen auch dringend gebraucht hat:


Viele Gebäude sind eher große Betonbauten mit 70er Jahre Flair, aber es tut sich einiges. Pünktlich zum Semesterstart wurde die neue Bibliothek eröffnet: schön und immer voll beschreiben's wohl am besten.


Außerdem gibt es einen riesigen, grünen Campus mit See! Ja, ein See.. Da lassen sich die Freistunden doch ganz angenehm überbrücken.

 



Ach und wie ich vorhin sagte, über 30.000 Leute studieren hier: davon sind bestimmt an die 20.000 asiatischer Herkunft. Ohne Mist, es wimmelt hier nur so von denen! Es gibt sogar einen asiatischen Lebensmittelladen in der Uni - alles klar.. In Lena's Accounting Vorlesung sieht das dann so aus:


Too cut a long story short, die Uni nervt zur Zeit schon ein bisschen, aber sie bietet auch echt viel: da gibt es schon mal für alle Internationals Subway-Sandwiches (inkl. Cookie) oder wahlweise auch yummie Pizzen von Pizza Hut, ein Konzert von einer Uni-Band in der Mittagspause, ein campuseigenes Krankenhaus, zahlreiche Partys und Ausflüge, einmal die Woche Gratis-Frühstück, und und und. Fazit: Es lässt sich doch ganz gut hier aushalten! :)