Donnerstag, 10. November 2011

Der Reisen zweiter Teil - Ab in den Regenwald



Da hatten wir ihn nun also - unser Zuhause auf 4 Rädern, zumindest für die folgenden 11 Tage. Ausgestattet mit allem was man sich nur vorstellen kann: kleine Küchenzeile, sogar mit Mikrowelle, Kochgeschirr, Besteck und und und. Nur gefahren wollte es auch werden. Und Lena musste ihre Fahrkünste gleich mal beweisen, denn erstmal mussten durch halb Cairns! Linksverkehr, Schalten mit links und die Blinker auf der rechten Seite - all das konnte ihr aber nichts anhaben und souverän manövrierte sie uns raus aus der Stadt und rauf auf den Motorway Richtung Norden.

Ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit breitete sich in uns allen aus! Wo's gefällt, wird einfach angehalten :) So entdeckten wir auch nach kurzer Zeit diesen wunderschönen Strand...





Unser Ziel war übrigens Cape Tribulation und der Regenwald nördlich von Cairns. So richtig informiert hatten wir uns allerdings nicht und so gelangten wir schließlich ans Ende der Straße (es war mittlerweile schon dunkel). Einige Minuten später realisierten wir, dass wir am Daintree River angekommen waren und wir uns von einer Fähre übersetzen lassen müssen, um unsere Reise fortzusetzen. Na gut, also rauf die Fähre und plötzlich sahen wir tatsächlich zwei Krokodile im Wasser rumschwimmen - das war ja schon ein ganz schönes Bisschen aufregend! Ein Typ von der Fähre hatte wohl mitbekommen, dass wir ziemlich planlos waren, gab uns eine Karte vom Gebiet und zeigte uns darauf einen Platz, wo wir übernachten sollten. Im blinden Vertrauen sind wir dann nach einer halben Stunde Schlängelfahrt durch den tiefsten Regenwald auch an der besagten Stelle angekommen. Super Tipp - es war einfach stockduster, niemand außer uns da und wir inmitten wilder Tiere, die alle nur darauf warten, über uns herzufallen. So oder so ähnlich verlief kurz zusammengefasst unsere erste Nacht :)

Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass (natürlich) alles nur halb so schlimm war. Der schier undurchdringlich wirkende Regenwald bestand im Endeffekt nur aus ein paar Palmen, denn direkt dahinter lag ein wunderschöner Strand. Das Rascheln, das uns ziemlich auf Trab gehalten hatte, war nichts weiter als ein Huhn und es gab sogar öffentliche Toiletten - also nichts mit abenteuerlicher Wildnis... Da mussten wir erstmal ordentlich über uns selbst lachen!





Den Tag verbrachten wir dann mit einigen Walks durch den Regenwald, der uns aber ein wenig enttäuschte. Der war einfach nicht so schön dicht und undurchdringlich wie man sich das so vorstellt, sondern eher pupstrocken - aber natürlich trotzdem beeindruckend! 




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